Das neue Datenschutzrecht stellt Berufsbetreuer vor einige Herausforderungen:

In der letzten Zeit wurde ich oft gefragt: Wie sollte ich mein Betreuungsbüro umgestalten, um die Vertraulichkeit von personenbezogenen Daten zu gewährleisten?

Hier dazu einige Gedanken:

Wer hat Zutritt zu Dokumenten mit Daten (Akten, Computer)?

Mehrere Betreuer in Bürogemeinschaft? Angestellte? Reinigungskräfte? Familienmitglieder des Betreuers (bei Homeoffice)?

Gibt es Verschwiegenheitsverpflichtungen für diese Personen (vor allem bei Angestellten)? Die Verschwiegenheitsverpflichtung sollte auch über das Arbeitsverhältnis hinaus gültig sein.

Was sieht ein unbeteiligter Dritter, den wir im Büro empfangen? (z.B. Handwerker, Angehöriger)?

Bietet sich der freie Blick auf Aktenordner, die mit Namen der Betreuten beschriftet sind?

Es kann sich anbieten, die Beschriftung der Akten zu pseudonymisieren. Dafür nehme ich die ersten 3 Buchstaben des Nachnamens und den ersten Buchstaben des Vornamens. Heißt z.B. ein Betreuter Paul Müller, so er lautet sein Pseudonym „MülP“, eine Sabine Kaufmann würde mit „KauS“ pseudonymisiert. Auf diese Weise finde ich die Akten im Büro schnell wieder, und gleichzeitig sind die Namen der Betreuten vor den Augen von Dritten geschützt.

Wo und wie werden die sensiblen Daten aufbewahrt?

Verschlossene Aktenschränke? Verschlossene Schubladen? Abgeschlossenes Büro?

Es lohnt sich, diese Fragen mal für das eigene Betreuungsbüro zu beantworten. Die Maßnahmen zur Sicherung der Daten sollte man für sich schriftlich dokumentieren und zu den anderen Dokumenten des Datenschutzes abheften.

Fallen Euch noch weitere Maßnahmen ein, die im Betreuungsbüro relevant sind?

Lasst es mich gerne wissen!

Kategorien: DSGVO

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