Wir Berufsbetreuer haben nicht nur die Verantwortung für die Einhaltung der Grundsätze, wir sind auch verpflichtet, die Einhaltung nachzuweisen. Dies folgt aus der sogenannten Rechenschaftspflicht in Art. 5 Abs. 2 DSGVO.

Das heißt im Klartext: Wir müssen die Maßnahmen dokumentieren, die wir treffen, um diese Grundsätze umzusetzen. Diese Dokumentation sollten wir für den Fall des Falles griffbereit haben. Als Dokument auf dem Rechner, als ausgedrucktes Dokument in dem guten alten Papierordner.

Dieser Punkt stellt eine enorme Herausforderung für den Verantwortlichen dar. Wir sind nicht nur verpflichtet, die Grundsätze der ordnungsgemäßen Verarbeitung einzuhalten, wir müssen die Einhaltung auch noch nachweisen können.

Die Aufsichtsbehörde kann durch die DSGVO sehr leicht prüfen, ob der Dokumentationspflicht nachgekommen wurde. Sie kann jederzeit die Vorlage der schriftlichen Dokumentation verlangen, welche Daten der Berufsbetreuer wie und aufgrund welcher Rechtsgrundlage verarbeitet.

Kategorien: DSGVO

1 Kommentar

Kurt Binneweis · 16. November 2018 um 08:57

Ich höre da andere Stimmen zur DSGVO. Wir Betreuer sind genaugenommen nur eine gedoppelte Rechtsperson des Betreuten. Insofern entsteht kein Innenverhältnis. Der Betreute selber muß ja auch nicht seine Tätigkeiten dokumentieren um dann irgendwelchen Aufsichtsbehörden irgendwelche Dokublätter vorzuzeigen. Also haben wir nur die Pflichten dieser Privatperson. Wir sollten uns hüten es zuzulassen das unser aller Leben immer weiter scheinverrechtlicht wird, es verkompliziert wird und letztlich unlebbar. Das sind Kopfgeburten die die Politik da mittlerweise zustande bringt. So funktioniert Leben nicht, jedenfalls keines mit Freude und Menschenwürde.

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